Wasser trifft auf Malz, Wien auf Kärnten
„Wasser & Malz“ sind Lebens- und Tonkünstler, Erfahrungssammler, Maler, Poeten, Puppenspieler, Musikanten, Ausprobierer u.v.m.; zwei Tausendfüßer, die zu Fuß unterwegs sind, zwei Autodidakten, wobei die eine gar keinen Führerschein hat, die andre das Auto meist daheim stehen lässt. Bei „Wasser & Malz“ ist Hopfen und Malz schon längst verloren; und das ist auch gut so. Kompromisslose, absurde Satzgebilde (auf Hartkarton) treffen auf pastellene, abstrakte Acrylgemälde (auf MDF-Platte); zusammen ergibt das ein großes, verschwommenes Ganzes.
Verspieltes & Vielseitiges Duo
„Wasser & Malz“ ist ein „Kollektief“ voll Witz und Ironie. Beide verbindet ein feucht-fröhliches Naturell, trockener Humor und eine Selbstverständlichkeit, Umstände in Frage zu stellen, unumkehrbares zurückzudrehen und vielleicht doch noch aus dem Keller zu holen. Stücke, Bilder und Herangehensweise sind bodenständig, rotzfrech und stets am „Watschenbaum“ rüttelnd. Gemeinsam will man gedanklich auf Bäume klettern, in Pfützen springen und Nachbars Kirschen (und Ideen) stibitzen. Sich von Alltagswelten inspirieren und in Abstraktionen flüchten, neue Luft- und Gedankenschlösser bauen, sich stets neu erfinden und mit jedem Stück über das alte hinauswachsen. Das „innere Kind“ wird nicht versteckt sondern wie ein voller Bauchladen, stolz, vor sich hergetragen.
Künstlerischer Untergang mit Wumms
„Wasser & Malz“ sind der lebende Beweis, dass geballte Lebensfreude und Melancholie so nah beieinander liegen wie das „&“ zwischen „Wasser & Malz“. Bei „Malz“ liegt der Hang zur Schwere quasi im Wiener Blut, „Wasser“ hat ihn sich über die Jahre hart erarbeitet. Mit der Kunst will man Ideen kanalisieren; am besten direkt aus dem Abwasserkanal. Die beiden wissen, dass die Welt untergehen wird, aber anstatt sich in die Donau zu stürzen, schreiben sie ein Trauerspiel darüber und feiern die letzten Tage der Menschheit auf ihre eigene Art.
Text: ©Malz
*wasser und malz

Veranstaltungsplakat, 2025
Projekt: abgrundtiefes Wiener Figurentheater
mit Wasser, Malz und Bek


#1
Jessi K. wohnt im Gemeindebau. Da gibt es tagaus, tagein freilich viel zu sehen und noch mehr zu stänkern. Wenn man das eigene Leben nur bedingt gestalten kann, muss man das der anderen möglichst verunstalten; das besagt das kaisermühlsche Gesetz des Goethehofs.
Als die Mistkübler ihr Saufgelage in Jessis Hinterhof verlagern, ist es allerdings endgültig aus mit ihrer Geduld.
Begleitet uns auf eine Reise in die ausweglosen (?) Abgründe der Wiener Seele. Absturzgefahr!
Ein Puppen-, Gedicht-, Sing-, und Alltagstheater mit und von Wasser & Malz, Musikbegleitung Alex Bek.
Text: ©Malz


#2
Jessi K. hat den UFO-Absturz wie durch ein Wunder überlebt und wurde wieder in ihrem Gemeindebau abgesetzt. Seither stehen wieder Alltagssorgen und Sudern an der Tagesordnung. Sie schmiedet neue Fluchtpläne. Ganz weit wünscht sie sich weg, soweit ihr Wollknäuel zu rollen vermag.
Als ein Zirkus am Stadtplatz Halt macht, schöpft sie neue Hoffnung. Auf ihrem Weg trifft sie nicht nur auf Elch Emil, sondern auf alte Bekannte wie Herrn Prohaska und die Mistkübler.
Melancholisches Eintauchen in längst vergangene, nebelverhangene Wintertage voller Begegnungen, aber auch voller Abschiede.
Begleitet uns auf eine weitere Reise in die ausweglosen (?) Abgründe der Wiener Seele. Absturzgefahr!
Ein Puppen-, Gedicht-, Sing-, und Alltagstheater mit und von Wasser & Malz, Musikbegleitung und Kompositionen von Alex Bek.
Text: ©Malz
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